Das ist keine schwierige Aufgabe, aber für manche Frauen ist es problematisch.  Wenn Sie Ihre Haare und Kopfhaut richtig pflegen wollen, lesen Sie diesen Text. Sie erfahren hier über Porosität der Haare, Methoden der Bestimmung der Porosität und Öle, die für die Pflege Ihrer Frisur ideal sind.

 

Jeder Haartyp besitzt eine konkrete Porosität – geöffnete oder geschlossene Schuppenschicht. Es gibt geringe, normale und hohe Porosität. Häufig besitzen die Haare zwei verschiedene Arten von Porosität, z. B. die Haare am Ansatz besitzen geringe Porosität, und die Haarspitzen – hohe Porosität. Viele Haarfanatikerinnen beschreiben ihre Frisuren als die Haare mit normaler Porosität, die zu hoher Porosität neigen, oder als die Haare mit geringer Porosität, die zu normaler Porosität neigen.

HAARE MIT GERINGER POROSITÄT

Sie sind glatt, gerade und glanzvoll. Sie lassen sich nicht stylen und färben und saugen Wasser langsam auf. Die Haare mit geringer Porosität sind den Beschädigungen ausgesetzt, deshalb ist die richtige Pflege sehr wichtig. Leider bringt sie nicht immer die erwünschten Effekte. Warum? Die Schuppenschicht dieses Haartyps ist sehr dicht und geschlossen. Für die Pflege der Haare mit geringer Porosität werden Kosmetikbutter und Öle mit fester Konsistenz empfohlen. Zu dieser Gruppe gehören: Kokosöl, Sonnenblumenöl, Babassu Öl, Sheabutter und Mangobutter.

HAARE MIT NORMALER POROSITÄT

Sie besitzen die Eigenschaften der Haare mit geringer und hoher Porosität. Sie sind gerade oder lockig und lassen sich stylen. Sie reagieren auf die atmosphärischen Bedingungen – sind häufig aufgebläht und aufgeladen. Im Gegensatz zu anderen Haartypen sind sie gegen Beschädigungen resistent. Während der Kur verwenden Sie die einfach ungesättigten Öle. Probieren Sie aus: Arganöl, Pflaumenkernöl, Olivenöl, Mandelöl, Macadamiaöl, Avocadoöl.

HAARE MIT HOHER POROSITÄT

Das sind geschädigte, trockene und glanzlose Haare. Wenn die Strähnen vielen Eingriffen wie Dauerwelle und Haarfärbung unterzogen werden, werden sie immer schwächer. Die Haare mit hoher Porosität sind meistens lockig, aufgeladen und aufgebläht, denn ihre Schuppenschicht ist stark geöffnet. Auf diese Weise ziehen die nährenden, aber auch schädlichen Substanzen schneller in die Haarstruktur ein. Für die Pflege eines solchen Haartyps verwenden Sie folgende Öle: Leinsamenöl, Nachtkerzenöl, Baumwollkernöl, Boretschöl, Rosenöl, Traubenkernöl, Weizenkeimöl.

VERGESSEN SIE NICHT: Kein Öl bringt die Effekte schon nach der ersten Anwendung. Die Haare werden natürlich schöner, aber auf den Endeffekt müssen Sie leider lange warten. Ein wenig Geduld! Wenn Sie nach ein paar Wochen keine Effekte bemerken, sollten Sie ein anderes Öl ausprobieren. Vielleicht haben Sie das Öl falsch gewählt oder die Porosität der Haare unkorrekt bestimmt.  Zum Glück gibt es manche Methoden, die Ihnen dabei helfen.

Wie bestimmen Sie die Porosität Ihrer Haare? Machen Sie einen Test

Bei Haarfanatikerinnen und Frauen, für die ihre Haare eine große Rolle spielen, erfreuen sich solche Tests großer Beliebtheit. Diese kleinen Tests helfen Ihnen die Porosität Ihrer Haare bestimmen – auf diese Weise wählen Sie die richtigen Kosmetikprodukte aus. Während der Kur sind nicht nur Haarspülungen und Masken hilfreich. Testen Sie auch die Haaröle, denn diese Produkte wirken meistens viel besser als Shampoos und Seren aus der Drogerie. Es gibt verschiedene Tests, die die Haarporosität bestimmen: Wassertest, Berührungstest, Mehltest und Kokosöltest.

1. Wassertest.

In ein großes Gefäß tauchen Sie ein paar Haare ein. Die Haare müssen gründlich gereinigt und trocken sein – also frei von Kosmetikprodukten wie Silikone, Masken und Spülungen. Beobachten Sie jetzt die Haare. Sind die Haare schon nach zwei Minuten auf den Boden gefallen? Sie haben die Haare mit hoher Porosität, denn die Haare haben schnell das Wasser aufgesaugt. Sie sind dann schwer geworden, deshalb sind auf den Boden gefallen. Halten sich die Haare über Wasser? Sie haben wahrscheinlich die Haare mit geringer Porosität. Die geschlossene Schuppenschicht bewirkt, dass das Wasser in die Haarstruktur nicht einzieht.

2. Berührungstest.

Zwischen den Fingern ziehen Sie das Haar und prüfen Sie, wie sich es anfühlt. Ist es rau? Ihre Haare besitzen hohe Porosität. Glatte, weiche Haare besitzen geringe Porosität. Leider wirkt diese Methode nicht immer effektiv und hilft leider nicht jeder Frau. Manche Frauen haben dystrophe und dysplastische Haare. Solche Haare unterschieden sich von normalen, gesunden Strähnen – sie charakterisieren sich durch Verengungen, verdrehte Struktur und schwache Kondition.

3. Sehmethode.

Das ist die einfachste Methode der Bestimmung der Haarporosität. Sie besteht in der Beobachtung, wie die Haare nach dem Waschen, Föhnen, während des regnerischen Tages und des heißen Sommers aussehen. Wenn Ihre Haare in jeder Situation glatt und glanzvoll sind, haben Sie die Haare mit geringer Porosität. Glanzlose und trockene Haare besitzen hohe Porosität.

4. Mehltest.

Sie müssen kein Küchenchef sein, um diesen Test zu machen. Sie brauchen nur die Haare mit Mehl zu bestreuen und überzeugen Sie sich, welche Porosität Ihre Haare besitzen. Wenn Ihre Haare voll mit Mehl bedeckt werden, sind Sie dann sicher, dass sie hohe Porosität besitzen. Und umgekehrt: die Haare mit geringer Porosität werden mit Mehl kaum bedeckt. Vor dem Test waschen Sie gründlich den Kopf, um alle Kosmetikprodukte und Sebum zu entfernen.

5. Kokosöltest

Während dieses Tests tragen Sie auf die Haare das Kokosöl auf. Nach circa einer Stunde waschen Sie die Haare mit einem sanften Shampoo. Föhnen Sie die Haare nicht – lassen Sie sie lufttrocknen. Wenn Sie glatt und glanzvoll werden, besitzen Sie die Haare mit geringer Porosität. Aufgeblähte und glanzlose Haare deuten auf hohe Porosität hin.

Etwas für Faulenzer. Besuch beim Trichologist

Wenn Sie keinen Test durchführen wollen, vereinbaren Sie einen Termin beim Trichologist. Das ist ein Arzt, der sich mit der professionellen Analyse und Haarpflege beschäftigt. Er untersucht Ihre Haare mit dem Mikroskop und dann bestimmt ihre Länge, Dicke, Haarspitzen und Schuppenschicht. Wenn der Arzt feststellt, dass Ihre Kopfhaut in schlechter Kondition ist, verschreibt er Ihnen richtige Medikamente und empfiehlt konkrete Kosmetikprodukte. Haben Sie schon Ihre Haare mit Mikroskop untersucht? Wenn nein, dann ist das eine gute Gelegenheit dazu!